3 x hofmannsthal

1901 lebt hugo von hofmannsthal in jenem haus in der wiener himmelpfortgasse, in dem sich heute die galerie slavik befindet, und vollendet dort sein libretto zu einem handlungsballett mit dem titel der triumph der zeit.

der versuch, richard strauss zur vertonung zu bewegen, scheitert zwar – alexander von zemlinsky wird sich des librettos später annehmen – in der 1906 beginnenden langjährigen zusammenarbeit zwischen hofmannsthal und strauss für die opernbühne taucht das motiv der vergehenden zeit aber immer wieder auf: mit existenzbedrohender heftigkeit herbeigesehnt von der titelheldin in elektra, aus dem blickwinkel melancholischer resignation bei der marschallin im rosenkavalier, begleitet vom leisen spott harlekins und seiner komödianten in ariadne auf naxos.

hofmannsthal als genius loci steht pate für meinen beitrag zum 25-jahr-jubiläum der galerie slavik: drei arbeiten zu figuren aus seinen libretti für richard strauss, die im rahmen der zweiten jubiläumsausstellung ab dem 18. november gezeigt werden.

die erste jubiläumsausstellung läuft noch bis zum 30. juli und zeigt neue arbeiten von 26 künstler/innen der galerie, darunter ralph bakker, joaquim capdevila, georg dobler, sabine hauss, margit jäschke, kaori juzu, gerti machacek, stefano marchetti, bruno martinazzi, francesco pavan, annelies planteydt, per suntum und annamaria zanella.

galerie slavik, himmelpfortgasse 17, 1010 wien | www.galerie-slavik.com